Phänomen – Leise Träume

Michael Birlebach Uncategorized

Phänomen – Leise Träume
Yu Su-Kyoung, Malerei und Oh Soon-Hwa, Fotografie

9.03. bis 2.05.2021
Dienstag bis Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 – 18 Uhr.

Was sind unsere Wurzeln? Wie bewahren wir sie? Wie finden wir sie wieder?

Oh Soon-Hwa „Tide out“

Fragen wie diesen gehen die beiden südkoreanischen Künstlerinnen in ihren Werken nach.

Gleiche kulturelle Wurzeln, kontrastierende aktuelle Lebensräume: Die eine lebt hier in Deutschland, die andere in ihrer Heimat Südkorea. Der Kontrast auf der einen Seite und die Ähnlichkeit auf der anderen Seite könnten kaum spannender sein. Vor diesem persönlichen Hintergrund stellen sich die beiden Künstlerinnen Fragen nach den Veränderungen der Lebenswirklichkeiten, die all diejenigen, die mit kulturellen und klimatischen Veränderungen konfrontiert sind, akut betreffen – unabhängig von ihrem geografischen Heimatland.

Yu Su-Kyoung „Glühwürmchen“

Für Interessenten haben wir die Begrüßung zur Ausstellung durch den Ersten Stadtrat und Kulturdezernenten Peter Krank und einen Ausschnitt der Laudatio von Dr. Martin Schmidt-Magin zum Download aufgezeichnet.

Biografien
Yu Su-Kyoung

Kim-Je in Südkorea

Bildende Künstlerin.

Sie studierte ab 1983 an der Ewha Womans University in Seoul, Fachbereich koreanische traditionelle Malerei bei Mun-Ja Won, Yong-Kil Oh, Chang-Bae Whang. Dafür erhielt sie 1987 ein Diplom. Ende 1989 besuchte sie Europa und seit 1990 lebt und arbeitet sie als freiberufliche Künstlerin in Friedberg/Hessen. Gelegentlich unterrichtet sie Malkurse für Erwachsene und Jugendliche.

  • 2020 Projekt „Wir und Jetzt“, Galerie in der Trinkkuranlage, mit Kunstinitiative
  • 2019 GRENZENlos, 30 Jahre Berliner Mauerfall, Friedberger Kreishaus am Europaplatz
  • 2019 Phänomen – Raum, Franck-Haus Marktheidenfeld, mit Christine Wigge
  • 2015 Humperdinck: Hänsel und Gretel, Bühnenbild, aHa Friedberg
  • 2010 Phänomen, Galerie Trinkkur, Bad Nauheim
  • 2007: Teil haben- Teil werden, Interkulturelle Woche, Landratsamt, Büdingen
  • 2005: Die Wand – reflection, Friedberger Kreishaus am Europaplatz
  • 2003: Du zeigst mir den Pfad zum Leben, Buchillustration, Grünewald Verlag Mainz
  • 2002: Der Tod ist nicht das Ende, …, Buchillustration, Grünewald Verlag Mainz
  • 2002: Die Wand – Koexistenz, Galerie Forum, Wiesbaden
  • 2002: Die Wand – Koexistenz, Galerie Hellhof, Kronberg
  • 2002: Begegnung, 3. Symposium Bildender Künstler Herrnhaag, Büdingen

Phänomen

Auf dem Weg

Die Kinder, die die imaginären Phänomene entdecken, sind nicht mehr nur das Subjekt, durch das der Betrachter das Imaginäre erfährt. Die Kinder verleihen den toten Gegenständen Stimme, Farbe, Form und Leben. Ein Märchen wird erzählt: Ich artikuliere die Dualität von Abstraktion und Figuration neu.

Die Natur verschmilzt mit sich selber, sowie mit Erinnerungen und aktuellen Ereignissen. Zur selben Zeit existieren unzählige Zeitachsen nebeneinander, wie eine Zeitreise, aber auch als Variationsmöglichkeit.

"Der Raum wird aufgelöst, die Stille, die Su-Kyoungs Welt ausstrahlt, wird spürbar. Oft grenzen ihre Landschaften an Abstraktion, lösen sich in Farbigkeit auf, verlieren an Form. Als Zauberei bezeichnet die Künstlerin diese Verwandlung, das Verschmelzen von Gegenständlichkeit und Abstraktion und zeigt, dass man nicht festhalten kann – was eben noch da war, war, was ist, ist und was sein wird, wird sein. Was bleibt, ist nur das Hier und Jetzt. So entdeckt sich Su-Kyoung dabei selbst – das Selbst, in seiner  ursprünglichen Reinheit, noch nicht durch seine Umwelten geprägt und unterjocht, verträumt, neugierig, manchmal schüchtern, unsicher und ängstlich, immer auf der Suche und offen für Neues.

In jener Welt sind diese Eigenschaften im Reinen geblieben. Su-Kyoung öffnet diese Welt, betritt so diese Orte der Sehnsucht und Museen der Erinnerung, beleuchtet Vergangenes und zeigt, dass uns all dies, unsere innerste Welt immer begleiten, da sind im Hier und Jetzt. In einer Dichte aus Farben und Geschichten zeigt sie uns diese Welt und lädt uns ein, einzutreten, zu entdecken und so möglicherweise eine Brücke zum eigenen Selbst zu bauen."

Joachim Albert M.A.

Oh Soon-Hwa

THE QUIET

DREAM SERIES

This Quiet dream series explores some women's perspectives on international marriage, in the Mekong Delta area, on the small island ofTan Loc, nicknamed "Taiwanese Island" because ofthe large number of warnen who have married Taiwanese men.

This series of photographs was developed in the Mekong Delta area and constitutes a collaborative effort between the photographer and these young warnen. lnstead offocusing on the hardships that push these young warnen to seek expatriation, the project aims at emphasizing the beauty ofwhat they intend to leave behind, which includes their environment, the landscapes, their family, their friends, in other words, people and places with which they have grown up and which form part of their identity. What is left behind is the known and where they head constitutes the unknown, places where everything will be different, from the climate and landscapes to the language, culture, and people.

BIOGRAPHY

Holds an MFA from the School ofVisual Arts and a doctorate degree from Columbia University, USA
Has participated near 90 exhibitions internationally, including the Asian Art Museum in Nice, the Noorderlicht Photo Festival in the Netherlands, the Lucca Photo Festival in ltaly, the National Portrait Gallery in London, the Sotheby's Young International Art Program, and the Houston Fotofest.
ls an associate professor at the School of Art, Design and Media, Nanyang Technological University in Singapore where she teaches both studio and theory photo courses.

"My interest in photography always revolves around the human conditions of living and coping with the changes in socio-cultural, economic and eco system.

Particularly, 1 am interested in the subjects of identity, gen der, and migration.A few long-term projects include Quiet Dream that portrays collaborative projection ofmarriage migration ofvietnamese warnen to South Korea; Steep Price that focuses on Muslim weavers in Varanasi; and Altered Food Chain that reveals the impacts ofman-made structures, e.g. mega dam, coupled with climate change, on the lives ofpeople whose livelihood is dependent on the Mekong River.

Based on initial thorough research, 1 gain access to the relevant community and continue working on the topics for several years for each project in order to gain in depth understanding of the community's culture, religion, and life."

Oh Soon-Hwa

Ausstellungsvideo Yu Su-Kyoung, Malerei und Oh Soon-Hwa, Fotografie.

Gesprochener Text von Kunsthistoriker Dr. Martin Schmidt-Magin.