Spuren – Bettina Hachmann

Spuren

Bettina Hachmann

25. September bis 7. November 2021

Zur Ausstellung in der Galerie der Trinkkuranlage laden wir Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde herzlich ein.

© Bettina Hachmann, Bild ohne Titel, Mixed Media auf Leinwand, 2021

Die Künstlerin Bettina Hachmann präsentiert in dieser Ausstellung Werke mit einer Rauminstallation.
Ausschließlich auf abstrakten Wegen nimmt uns Bettina Hachmann mit in eine Welt der strukturierten Oberflächen. Sie setzt dabei ihre eigenen Spuren, schafft vielfache Farbschichtungen und ausgeprägte Linien.

©Bettina Hachmann, Bild ohne Titel, Mixed Media, 2021

Von Zeit zu Zeit wird die Abstraktion der Bilder durch ein besonderes Zeichen, ein Schriftsegment oder ähnliches unterbrochen.

Die Künstlerin wird seit 2009 vertreten durch die GALERIE BENTLER BONN

  • Ausstellungsdauer: 25. September bis 7. November 2021
  • Öffnungszeiten:
    • Dienstag bis Freitag 14:00-18:00 Uhr
    • Sa, So. & Feiertage: 11:00-18:00 Uhr
  • Website: bettina-hachmann.de

Seelenspiegel

SEELENSPIEGEL

Skulpturen von Sieglinde Gros und Gemälde von Constantin Schroeder

  • 17. Juli bis 29. August 2021
  • Dienstag – Freitag 14 – 18 Uhr
  • Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 – 18 Uhr

„Sieglinde Gros schafft ein visuelles Echo, das eine wahre Assoziationskette in uns loszutreten vermag. Es sind Gruppen, mit denen wir nicht kommunizieren können. Wir können zuerst kaum erklären, was uns von ihnen trennt. In ihnen versteckt sich etwas Geheimnisvolles, welches wir kaum zu ergründen mögen. Man folgt den abstrakten Spuren der Künstlerin auf dem Holz und erschließt sich – sehr langsam – Figur für Figur. Dies hat etwas sehr Kontemplatives. Ein langer Reifeprozess auf der Suche nach einer Position zwischen Figuration und Abstraktion wird spürbar, der sich auf unsere Wahrnehmung überträgt.

Sie gibt ihren Figuren bewusst einen indifferenten Ausdruck, damit dem Gegenüber Deutungsmöglichkeiten bleiben. Ein Lächeln oder eine andere Gemütsäußerung würden zu sehr festlegen und dennoch vermeint man, je nach Lichteinfall, eben diese Gefühlsregungen bei den Figuren auszumachen. Wechselt man jedoch den Standort, so ist das eben noch sicher Erkannte wieder verschwunden und man beginnt zu zweifeln.

Es ist schwer, das Innere und das Äußere gleichzeitig darzustellen, aber genau dies gelingt Sieglinde Gros in ihrer bemerkenswerten, von innerer Ruhe getragenen und von sanfter Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmten Arbeit.“

© Regina Caspers

In meist großformatigen und überwiegend in fotorealistischer Weise gefertigten Bildern betritt Constantin Schroeder unwirkliche Bildwelten, die die Tiefen des Unbewussten ausloten und den durch die menschliche Logik begrenzten Erfahrungsbereich durch das Fantastische und Absurde erweitern.

Schroeder zeigt Heroen, idealisierte Figuren, Geister und beklemmende zwischenmenschliche Rätsel. Er thematisiert Fragen nach der eigenen Existenz, der Freiheit des Ichs, er zeigt Gewalt und den Verlust von Individualität.

Schroeder greift tief in die menschliche Psyche, er erweitert das Bewusstsein und die Wirklichkeit der Betrachter und versucht, Sehgewohnheiten umzustürzen. Auslassungen, weiße Leerstellen übergeben dem Betrachter die Aufgabe, verschiedene Elemente, die nicht direkt vom Bild vorgegeben sind, in eine Beziehung zueinander zu bringen und so einen offen gelassenen Gedanken selbständig zu Ende zu denken oder zu rekonstruieren.

So stellt Schroeder die Betrachterfunktion und den Prozess der emotionalen Wahrnehmung in den Mittelpunkt. Erst durch den Betrachter, der beim Interpretieren seine Lebenswirklichkeit in das Gesehene projiziert, wird das Werk komplettiert.

Zum Herunterladen als PDF

Digital Melt

digital melt

Werke von Mathias Hornung

15. Mai bis 27. Juni 2021

Dienstag – Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 – 18 Uhr

Einladung zur Finissage - Download PDF

Ausschnitt aus digital blue, Druckstock Offsetfarben, Birke multiplex, 90 x 220 x 2 cm, 2020

Der Berliner Künstler Mathias Hornung, Bildhauer und Drucker zugleich, bändigt seine Fantasie, in dem er in thematischen Zyklen arbeitet. Nach den Zyklen wie GRID, TARTAN, Defragmentology, bmp, Wunderblöcke, stellt der Kunstverein Bad Nauheim eine Auswahl seiner Werke aus dem Zyklus digital melt in der Galerie in der Trinkkuranlage Bad Nauheim aus.

Foto: © Mellenthin

Zeichnung und Skulptur, Raum und Fläche, Farbe und Material, Figur und Grund, Form und Spiel, Serialität und Einzigartigkeit kommen in seinen Arbeiten zusammen. Dabei wechselt Hornung zwischen bildhauerischen und druckgraphischen Verfahren, zwischen Druck und dem sich verselbständigenden Druckstock, zwischen Expressivität und Strenge.

Hornungs Umgang mit dem von ihm bevorzugten Material Holz ist ein sich entfaltender Prozess, immer anders, immer sich selbst.

Seine Arbeiten sind Grenzgänge zwischen Grafik, Relief und Skulptur, sind sinnliche und zugleich konzeptuelle Bildgebilde, die Raum und Zwischenraum zwischen Medien und Materialien erspielen. Druck und Druckstock sind eigenständige und doch kommunizierende Teile eines zirkulierenden Prozesses, jeder, auch der in sich selbst gleichsam vervielfältigte Druck, weist zurück auf seine Herkunft. Ursprung und Aufschub, vorher und nachher berühren sich. Die Holzschnitte, die Druckstöcke reflektieren und kommentieren sowohl auf der Ebene des Bildes als auch der Bildhandlung sich selbst und ihre Bedingungen und öffnen sich wechselseitig zu unerwarteter Wahrnehmung.

3. digital melt 2019 Farbholzschnitt Offsetfarben Zeichenpapier 100 x 200 cm

Seine Reliefs sind immer ein spezifischer Oberflächenzustand und zeigen doch zugleich die Spur des Machens: Linien werden in die Fläche des organisch gewachsenen Holzstocks gefräst, das Holz ist Mit- und Gegenspieler, ist Widerstand und Möglichkeit. Der skulpturale Vorgang, der sich in den Fräsungen ein- und abzeichnet, führt der anachronistischen Technik des Holzschnitts ganz Bedeutungsdimensionen zu. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treten so in Mathias Hornungs Holzdrucken, in den Reliefs in ein eigenwilliges, oszillierendes Verhältnis. Scheinbar Unvereinbares verbindet sich zu neuen Denk- und Sehräumen, die Ambivalenzen herstellen und austragen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Zur Website des Künstlers: www.mathiashornung.de

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Phänomen – Leise Träume

Phänomen – Leise Träume
Yu Su-Kyoung, Malerei und Oh Soon-Hwa, Fotografie

9.03. bis 2.05.2021
Dienstag bis Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 – 18 Uhr.

Was sind unsere Wurzeln? Wie bewahren wir sie? Wie finden wir sie wieder?

Oh Soon-Hwa „Tide out“

Fragen wie diesen gehen die beiden südkoreanischen Künstlerinnen in ihren Werken nach.

Gleiche kulturelle Wurzeln, kontrastierende aktuelle Lebensräume: Die eine lebt hier in Deutschland, die andere in ihrer Heimat Südkorea. Der Kontrast auf der einen Seite und die Ähnlichkeit auf der anderen Seite könnten kaum spannender sein. Vor diesem persönlichen Hintergrund stellen sich die beiden Künstlerinnen Fragen nach den Veränderungen der Lebenswirklichkeiten, die all diejenigen, die mit kulturellen und klimatischen Veränderungen konfrontiert sind, akut betreffen – unabhängig von ihrem geografischen Heimatland.

Yu Su-Kyoung „Glühwürmchen“

Für Interessenten haben wir die Begrüßung zur Ausstellung durch den Ersten Stadtrat und Kulturdezernenten Peter Krank und einen Ausschnitt der Laudatio von Dr. Martin Schmidt-Magin zum Download aufgezeichnet.

Biografien
Yu Su-Kyoung

Kim-Je in Südkorea

Bildende Künstlerin.

Sie studierte ab 1983 an der Ewha Womans University in Seoul, Fachbereich koreanische traditionelle Malerei bei Mun-Ja Won, Yong-Kil Oh, Chang-Bae Whang. Dafür erhielt sie 1987 ein Diplom. Ende 1989 besuchte sie Europa und seit 1990 lebt und arbeitet sie als freiberufliche Künstlerin in Friedberg/Hessen. Gelegentlich unterrichtet sie Malkurse für Erwachsene und Jugendliche.

  • 2020 Projekt „Wir und Jetzt“, Galerie in der Trinkkuranlage, mit Kunstinitiative
  • 2019 GRENZENlos, 30 Jahre Berliner Mauerfall, Friedberger Kreishaus am Europaplatz
  • 2019 Phänomen – Raum, Franck-Haus Marktheidenfeld, mit Christine Wigge
  • 2015 Humperdinck: Hänsel und Gretel, Bühnenbild, aHa Friedberg
  • 2010 Phänomen, Galerie Trinkkur, Bad Nauheim
  • 2007: Teil haben- Teil werden, Interkulturelle Woche, Landratsamt, Büdingen
  • 2005: Die Wand – reflection, Friedberger Kreishaus am Europaplatz
  • 2003: Du zeigst mir den Pfad zum Leben, Buchillustration, Grünewald Verlag Mainz
  • 2002: Der Tod ist nicht das Ende, …, Buchillustration, Grünewald Verlag Mainz
  • 2002: Die Wand – Koexistenz, Galerie Forum, Wiesbaden
  • 2002: Die Wand – Koexistenz, Galerie Hellhof, Kronberg
  • 2002: Begegnung, 3. Symposium Bildender Künstler Herrnhaag, Büdingen

Phänomen

Auf dem Weg

Die Kinder, die die imaginären Phänomene entdecken, sind nicht mehr nur das Subjekt, durch das der Betrachter das Imaginäre erfährt. Die Kinder verleihen den toten Gegenständen Stimme, Farbe, Form und Leben. Ein Märchen wird erzählt: Ich artikuliere die Dualität von Abstraktion und Figuration neu.

Die Natur verschmilzt mit sich selber, sowie mit Erinnerungen und aktuellen Ereignissen. Zur selben Zeit existieren unzählige Zeitachsen nebeneinander, wie eine Zeitreise, aber auch als Variationsmöglichkeit.

"Der Raum wird aufgelöst, die Stille, die Su-Kyoungs Welt ausstrahlt, wird spürbar. Oft grenzen ihre Landschaften an Abstraktion, lösen sich in Farbigkeit auf, verlieren an Form. Als Zauberei bezeichnet die Künstlerin diese Verwandlung, das Verschmelzen von Gegenständlichkeit und Abstraktion und zeigt, dass man nicht festhalten kann – was eben noch da war, war, was ist, ist und was sein wird, wird sein. Was bleibt, ist nur das Hier und Jetzt. So entdeckt sich Su-Kyoung dabei selbst – das Selbst, in seiner  ursprünglichen Reinheit, noch nicht durch seine Umwelten geprägt und unterjocht, verträumt, neugierig, manchmal schüchtern, unsicher und ängstlich, immer auf der Suche und offen für Neues.

In jener Welt sind diese Eigenschaften im Reinen geblieben. Su-Kyoung öffnet diese Welt, betritt so diese Orte der Sehnsucht und Museen der Erinnerung, beleuchtet Vergangenes und zeigt, dass uns all dies, unsere innerste Welt immer begleiten, da sind im Hier und Jetzt. In einer Dichte aus Farben und Geschichten zeigt sie uns diese Welt und lädt uns ein, einzutreten, zu entdecken und so möglicherweise eine Brücke zum eigenen Selbst zu bauen."

Joachim Albert M.A.

Oh Soon-Hwa

THE QUIET

DREAM SERIES

This Quiet dream series explores some women's perspectives on international marriage, in the Mekong Delta area, on the small island ofTan Loc, nicknamed "Taiwanese Island" because ofthe large number of warnen who have married Taiwanese men.

This series of photographs was developed in the Mekong Delta area and constitutes a collaborative effort between the photographer and these young warnen. lnstead offocusing on the hardships that push these young warnen to seek expatriation, the project aims at emphasizing the beauty ofwhat they intend to leave behind, which includes their environment, the landscapes, their family, their friends, in other words, people and places with which they have grown up and which form part of their identity. What is left behind is the known and where they head constitutes the unknown, places where everything will be different, from the climate and landscapes to the language, culture, and people.

BIOGRAPHY

Holds an MFA from the School ofVisual Arts and a doctorate degree from Columbia University, USA
Has participated near 90 exhibitions internationally, including the Asian Art Museum in Nice, the Noorderlicht Photo Festival in the Netherlands, the Lucca Photo Festival in ltaly, the National Portrait Gallery in London, the Sotheby's Young International Art Program, and the Houston Fotofest.
ls an associate professor at the School of Art, Design and Media, Nanyang Technological University in Singapore where she teaches both studio and theory photo courses.

"My interest in photography always revolves around the human conditions of living and coping with the changes in socio-cultural, economic and eco system.

Particularly, 1 am interested in the subjects of identity, gen der, and migration.A few long-term projects include Quiet Dream that portrays collaborative projection ofmarriage migration ofvietnamese warnen to South Korea; Steep Price that focuses on Muslim weavers in Varanasi; and Altered Food Chain that reveals the impacts ofman-made structures, e.g. mega dam, coupled with climate change, on the lives ofpeople whose livelihood is dependent on the Mekong River.

Based on initial thorough research, 1 gain access to the relevant community and continue working on the topics for several years for each project in order to gain in depth understanding of the community's culture, religion, and life."

Oh Soon-Hwa

Ausstellungsvideo Yu Su-Kyoung, Malerei und Oh Soon-Hwa, Fotografie.

Gesprochener Text von Kunsthistoriker Dr. Martin Schmidt-Magin.

 

Sichtweisen

Die Galerie Mühlfeld+Stohrer aus Frankfurt am Main ist zum ersten Mal Gast in unserer Galerie und präsentiert die beiden Künstler Lukas Frese Malerei und Thomas Hildenbrand Holzbildhauerei.

www.galerie-muehlfeld-stohrer.de

Der Künstler Lukas Frese (geb. 1979 in München) studierte Design. Die Ölgemälde auf Leinwand oder Holz kreieren eine aufregende Welt von Orten und Szenen mit hoher atmosphärischer Dichte, in denen das Sujet altmeisterlich durch die Beleuchtung inszeniert wird. Den zugrunde liegenden Rhythmus des Ortes oder des Menschen an die Oberfläche zu holen ist dabei prägendes Element.

www.lukasfrese.de

Abb: Lukas Frese – IF I HAD A GUN Nr. 2, 2020

Lukas Frese – IF I HAD A GUN Nr. 2, 2020. ZUM VERGRÖSSER BITTE BILD ANKLICKEN.

In Thomas Hildenbrand begegnen wir dem Holzbildhauer. 2005 begann er als freischaffender Künstler und bringt uns Werke in dramatischer Lebendigkeit, entfaltet beinahe lyrisch Geschichten, entfaltet Erhofftes, Ersehntes und Erwartendes. Er bringt dies in einer Qualität vor unsere Augen, die staunen lässt.

www.thomas-hildenbrand.de

Thomas Hildenbrand: spread your wings, 2019. ZUM VERGÖSSERN BITTE BILD ANKLICKEN

 

  • Ausstellungsdauer: 26. September 2020 bis 08.November 2020
  • Öffnungszeiten: Die – Frei 14 – 18 Uhr Sa/So/Feiertag 11 – 18 Uhr
  • Der Eintritt ist frei

Bitte beim Besuch der Ausstellung Mundschutz tragen und die gültigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachten!

Mitgliederausstellung inside.art 2020

Corona-Krise – KEINE Kunst-Krise!

Das ist ein gewagtes Statement, da viele Künstler finanziell zu kämpfen haben. Die Kunst an sich ist aber universell. Das ist das, was wir tun, was wir leben und was wir in diesem Moment ausdrücken wollen. Wir zeigen gemeinsam, dass die Kunst trotzdem lebt. Daher ist die Mitgliederausstellung des Kunstverein Bad Nauheim ein ganz besonderer Moment. Mehr noch, es ist der wichtigste Moment im Jahr! Unsere Mitglieder sind unsere Säule und wir sind stolz auf die wieder sehr breite Teilnahme in 2020.

 

Lassen Sie sich von der „inside.art 2020“ vom 04. Juli bis 09. August 2020 in der Trinkkuranlage begeistern. 56 Mitglieder zeigen dieses Jahr über 100 Arbeiten, wie Zeichnungen, Malerei, Collagen, Fotokunst, Objekte und Bildhauerei.

 

Ein besonderer Dank gilt den Kuratorinnen, unserer 2. Vorsitzenden Karin Merchel und Vorstandsmitglied Helga Eiffler-Tillmann. Beide beweisen wieder einmal ein feines Händchen bei der Auswahl und der Hängung.

 

Aufgrund der aktuellen Situation können wir noch keine gemeinsame Vernissage veranstalten. Es wird eine inoffizielle Eröffnung gemeinsam mit den Künstlern und dem 1. Stadtrat, Peter Krank geben. Für diese Vorgehensweise bitten wir um Verständnis. Trotzdem hoffen wir auf regen Besuch und diverse Verkäufe während der bekannten Öffnungszeiten.

 

Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr.

 

Unsere teilnehmenden Mitglieder:
Gudrun Anlauft
Steffen Benzing
Heidi Frangipani von Hoch
Vera Stein
Andrei Dorokhin
Markus Staab
Anja Steininger
Bernd Siegel
Ingrid Schnmidt Schwabe
Caroline Schröder
Patrizia Zewe
Doreen Hofbeck-Pfister
Alice Stroh
Kurt Laux
Marita Lautenschläger
Susie Vrobel
Sigrid Buckendahl
Hannelore Buch
Chunqing Huang
Barbara Heinisch
Petra Reissmann
Anne-Marie Mörler
Susanne Ledendecker
Ria Gerth
Gudrun Sibbe
Hannelore Hahn
Kurt Linkenbach
Ina Janke
Elvira Walther
Kersten Schormann
Ingrid Jackwerth
Karsten Klipp
Nina Pietsch
Marina Cerea
Angelika Eberlin
Hans-Jürgen Leim
Suneel Ahluwalia
Marion Koop
Henriette Fleck
Silke Trunk
Manfred Dornis
Ursula Wirth-Gold
Ilona Surrey
Ernesto Filippelli
Thomas Walther
Jutta Meyer
Marion Eller
Manfred Ruth
Brigitte Garcia
Maia Tskvitaia
Susan Boal Thormann
Verena Faulstich
Rosemarie Alder
Jean Bourdin
Paulina Heiligenthal
Reimund O. Boderke

annäherungsweise

Ausstellung annäherungsweise – Zwei Künstler aus der Region

Merja Herzog-Hellstén und Volker Steinbacher im Kunstverein Bad Nauheim

Wenn zwei Künstler, die beide an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach lehren, ihre gemeinsame Ausstellung annäherungsweise Trinkkuranlage überschreiben, dann können sich die Besucher der Galerie Trinkkuranlage in Bad Nauheim auf eine spannungsreiche Begegnung zweier künstlerischer Positionen freuen: Die in Finnland geborene Merja Herzog-Hellstén präsentiert sich mit einer schwebenden Installation sowie mit Tuschemalereien auf Holztafeln, Werken aus der Serie „Still“. Der ehemalige Städel-Meisterschüler Volker Steinbacher zeigt mit Druckgraphiken, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema „Landschaft“ auseinandersetzen, seine Expertise.

DAS ANDERE AUCH !

Liebe Kunstfreunde,

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesundes und zuFRIEDENes Jahr 2020. Gleich zum Start unseres neuen Ausstellungsjahres möchten wir Sie mit den Werken von Jo Bukowski bekannt machen. Der seit 1988 freischaffende Künstler, der neben verschiedenen Lehraufträgen seit 2013 eine Professur für Bildende Kunst an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft innehat, wird in der Galerie Trinkkuranlage ausschließlich neue Arbeiten zeigen.

Im „DAS ANDERE AUCH!“ beschreibt der Künstler ein Gegenüber, ein ambivalentes erzählerisches Spiel der Linie. Die gegenüberliegenden Figuren stehen meist im Grenzbereich, überschreiten diesen und scheinen sich regelrecht gegenseitig zu bestärken. Sie übermitteln pure Emotion! In diesem lyrischen Raum impliziert der Betrachter geradezu verborgene Wünsche, Gefühle und Gedanken, die unweigerlich zu einer inneren Spannung führen. In seinen Arbeiten unterstreicht Jo Bukowski wozu die Linie fähig sein kann – sie ist zu allem fähig! Wer denkt, das Linienspiel wäre eine bekannte Größe, wird überrascht sein. Durch die Präsenz seiner Arbeiten wird sie einfangen in ein Gedanken- und Farbspiel.

„Malerei“, so Jo Bukowski, „ist die Musik des Sehens.“

Als eine Abfolge von Tönen ist die Musik unweigerlich mit einem zeitlichen Ablauf und dadurch mit dem Prinzip der Bewegung verbunden. Bewegung aber ist Leben und Leben bedeutet Atmen, Pulsieren, Rhythmus – es verkörpert einen ständigen im Fluss befindlichen Zustand, den Jo Bukowski in seinen Werken thematisiert. Bilder, die sich dem Betrachter anbieten wie ein zu erkundendes Gebiet, zum Hineinschauen und Finden. Sie machen keine Lösungs-vorschläge, weder kommentieren sie, noch diskutieren sie, sondern führen zu Fragen über das eigene Dasein. Ohne Drängen, sondern ganz still und fast verführerisch. Dieses Ins-Bild-Hineinschauen zieht den Betrachter in seinen Bann und in die Tiefe der Gedanken wie in die Tiefe des Bild-raums, der Schichtungen und Strömungen, der Wegnetze und der vereinzelten Spuren. Die Oberfläche des Bildes offenbart den Zugang zu Geheimnis und Verborgenem und wird dadurch zur Projektionsfläche für das Selbst des Betrachters. Das Andere auch.

Zu Beginn befragen wir das Bild und am Ende befragt das Bild den Betrachter, wohin er geht. Wohin führen uns diese Linien, diese Strömungen, die sich zuckend oder zögerlich fortbewegen oder von einer Ecke des Bildes in eine andere schießen? Jeder ist ständig irgendwie in Bewegung, auf dem Weg irgendwohin; nenne man es Entwicklung, Ausbildung, Weiterbildung, Karriere, Heirat, Geburt und Sterben – alles ist integriert in die eine große, gigantische Bewegung, die uns alle steig und ohne Ausnahme mitnimmt und forttreibt, ob wir wollen oder nicht, die der Zeit.

Das Fließen und sich bewegen, die stete Veränderung im scheinbar Gleichen ist ein Bild für den menschlichen Lebensweg überhaupt. Ankommen ist eine Illusion – der Weg ist das Ziel. Die Zeit strömt, bäumt sich auf, strebt und entspannt, fesselt und lässt los. Hineingerissen in das Strömen der Gezeiten, werden die Gedanken aufgesogen von der Oberfläche des Bildes in die Tiefe. Man möchte Sinngebendes erkennen. Und erkennt am Ende sich selbst. Denn die Stille des Bildes, wenn es ganz ruhig an der Wand hängt, macht es leicht, uns seiner Magie zu überlassen.

Öffnungszeiten: Di – frei 14-18 Uhr I Sa/So/feiertags 11-18 Uhr

Merken Sie sich schon jetzt vor:
Künstlergespräch mit Jo Bukowski am 1. März 2020 um 15 Uhr.

Mehr zu Jo Bukowski finden Sie unter  http://www.jobukowski.de

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch.
Ihr Vorstand des Kunstverein Bad Nauheim

Natur ::: Spur

Mit der letzten Ausstellung in diesem Jahr stellt der Kunstverein Bad Nauheim e.V. eine ganz außergewöhnliche Künstlerin vor: Von dendritisch gewachsenen Verästelungen zu mäandernden Flussläufen, von Kapillargefäßen zu neuronalen Netzwerken im Gehirn erzählen die Werke von Cordula Hesselbarth, die ab Samstag, den 16. November 2019 in der Galerie Trinkkuranlage zu sehen sind.

Der Vereinsvorstand lädt Sie, Ihre Freunde und Familien herzlich zur Vernissage am Freitag, den 15. November, um 19.00 Uhr ein.

Die in Kassel geborene Künstlerin und Professorin für mediengestützte Wissenschaftsillustration, Cordula Hesselbarth, zeigt im Kunstverein Bad Nauheim Ausschnitte aus vier Werkgruppen: »Flugspuren«, »Lichtspuren«, »Naturschrift« und »Wachsen & Gewebe«. Das verbindende Element ist dabei das Nachspüren von Zeichnung und Linienformation, wie sie in der Natur vorkommen, gebildet von natürlichen Kräften, die uns staunen lassen.

Gerade in Zeiten des Klimawandels scheint dieser gesetzte Fokus aktueller denn je. So führt uns die Künstlerin mit Lichtreflexen, Schattenlinien in die Welt der Pflanzenwelt, macht Strukturen sichtbar und folgt Bewegungsspuren mit dem Zeichenstift. Gleichzeitig nutzt sie Dynamiken von Flüssigkeiten, Gravitation oder Wachstumsbewegungen von organischem Material zur Erzeugung ihrer Bilder. In linearen Wasserreflexionen oder skulpturalen Verschlingungen von Wurzelwerk entdeckt sie Zeichnungen oder Kalligrafien, gleichsam einer „Naturschrift“. Indem sie solche Naturspuren einfängt, isoliert, nachzeichnet oder weiter malt, erschließen sich ihr neue Formen und Bildsprachen. Hesselbarth arbeitet mit digitalen Werkzeugen und manuellen Mitteln, nutzt Fotografie und Film, arbeitet mit virtueller Simulation oder Verfremdung. Sie nähert sich Spuren der Natur in großformatigen Malereien, digitalen und manuellen Zeichnungen sowie Licht- und Videoinstallationen.

Mit forschendem Blick entdeckt die Künstlerin visuelle Verwandtschaften von Strukturen und stellt poetische Querverbindungen her. Mal taucht sie in die Mikrowelt ab, mal fängt sie Himmelserscheinungen in ihren Bildern ein. Reale Natur mischt sich mit Vorstellungen und Extrakten aus Gesehenem oder Erlebten. Vieles in ihrem künstlerischen „Kosmos“ scheint lebendig zu existieren, durch den Raum zu flattern oder zu fließen, Spuren im Dreidimensionalen zu hinterlassen und entpuppt ich doch als Teil einer rätselhaften Schein-Natur. Hesselbarth geht es nicht darum, Natur abzubilden, vielmehr schaut sie hinter die Oberfläche, analysiert und erfasst die inneren Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Objekte.

Was die Künstlerin interessiert, sind nicht greifbare Gegenstände, sondern deren Verhalten oder Bewegungen, sie möchte das dahinterliegende Prinzip, die immanente Regelhaftigkeit erforschen und in Bilder transformieren. Bewegung ist ein zentrales Element ihrer Arbeit. Das großformatige Bild »Schwingen« (2019, Mischtechnik auf Lwd., 80 x 240 cm) beschreibt eine Bewegung durch den Raum, sei es in Luft oder Wasser oder auch im virtuellen Raum. Die riesige Schwinge spielt an die Eigenschaft des Ephemeren und Flüchtigen an, man könnte beim Betrachten auch an einen Bewegungsablauf denken, an ein Schwingen oder Schweben, etwas, das zunächst fällt, dann eintaucht und daraufhin wieder abhebt. Es ist ein Versuch, Dynamik darzustellen, ohne die sich bewegende Materie zu zeigen, also die pure Bewegung zu extrahieren. Ein Ding der Unmöglichkeit: man kann den Vogelflug nicht darstellen, ohne den Vogel zu zeigen. Es wäre ein Paradoxon, dem die Künstlerin doch immer wieder versucht, sich anzunähern.

Viele ihrer Arbeiten scheinen Momentaufnahmen von Prozessen zu sein, die Bewegungen nachvollziehen oder festhalten. Speziell für die Ausstellung erschafft die Künstlerin eine ortsbezogene Videoinstallation für die Rotunde, die die besondere Akustik des Ortes aufnimmt. Schemenhafte Lichtspuren an den Wänden spielen mit den mannigfaltigen Erscheinungen von Natur: Linienspiele, Punktwolken, Lichtreflexe, aufsteigende Blasen, herabfallende oder auffliegende Zeichen verhalten sich nach physikalischen Regeln der Natur und sind doch nicht real. Sie scheinen die Gesetzmäßigkeiten der Natur sichtbar zu machen.

Merken Sie sich jetzt schon unsere Finissage mit Künstlergespräch vor. Am Sonntag, den 29. Dezember um 15.00 Uhr lädt der Vorstand des Kunstvereins Bad Nauheim eV. zum Gespräch mit Cordula Hesselbarth ein. Gemeinsam wollen wir das Jahr ausklingen lassen.

Cordula Hesselbarth, Jahrgang 1965, arbeitet und lebt in Münster sowie in Spanien, wo sie in den 1980er Jahren über mehrere Jahre künstlerisch tätig war. Sie studierte an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg, an der Kunstakademie Münster und an der Fachhochschule Münster. Seit 2002 ist sie Professorin an der Münster School of Design (MSD) der Fachhochschule Münster. Hesselbarth bewegt sich mit ihrer Arbeit in einem Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft.

KRONOGRAFIE Zweitausend. Work in progress.

Nonkonformistischer Appell der Gegenwart von Horst Haack im Kunstverein Bad Nauheim e.V.

Seit 1981 arbeitet der 1940 in Neubrandenburg geborene Horst Haack an einem gezeichneten, gemalten, fotografierten geschriebenen und collagierten Tagebuch – einem Projekt künstlerischer Selbst- und Weltreflexion. Alltägliche Fundstücke, anatomische Darstellungen und surreale oder phantastische Szenen verbinden sich zu einem Kompendium, das als zeithistorische Quelle und als künstlerisches Lebenswerk verstanden werden kann. Aus dem Verschmelzen von (Hand-)Schrift, Fotos, Grafik, Comics, Zeichnungen, Gemälden und drei Sprachen, von eigener Äußerung und prüfender Aneignung, schafft der Künstler ein Welt- und Zeit-Panorama.

Kernstück der Ausstellung ist eine architektonische Installation aus drei ineinander gestellten Kuben in labyrinthischer Anordnung, deren 12 Wände beidseitig mit 162 Tafeln und 4860 Original-Einzelblättern bestückt sind. Die Kuben bilden Räume im Raum, in denen die Betrachter eingeschlossen werden. Diese Dreidimensionalität verstärkt die Wirkung des Kunstwerkes und schafft den Raum für eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Unter den zeitgenössischen Künstlern nimmt Horst Haack mit seinen Arbeiten eine Sonderstellung ein – dies zu zeigen wird Ziel der Ausstellung in den Räumen der Galerie Trinkkuranlage sein.

Neben dem Kubus mit Originalarbeiten zeigt Horst Haack vergrößerte Drucke aus zwei weiteren Zyklen: „Apokalypse“ nach der Offenbarung des Johannes und die „Nachricht aus dem Toten Trakt“, in dem sich der Künstler mit einem Brief aus der Haft von Ulrike Meinhof auseinandersetzt.
Dass Horst Haack aus seinen zahlreichen Zyklen gerade „Kronografie Zweitausend“, „Apokalypse“ und „Nachricht aus dem Toten Trakt“ für die Ausstellung im Kunstverein Bad Nauheim e.V. ausgewählt hat, deren Grundstimmung von Leere, Düsternis, Unheil und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet sind, belegt seine künstlerische und gedankliche Absicht. Sein Werk will nicht gefallen. Es ist ein nonkonformistischer Appell an den Betrachter, die Welt wachsam aufzunehmen und kritisch zu reflektieren.

Es ist den intensiven Bemühungen des Vereinsvorstandes, insbesondere der Arbeit von Johannes Lenz zu verdanken, Horst Haack für Bad Nauheim gewonnen zu haben.

Die Vernissage findet am Freitag, den 27. September um 19 Uhr statt, der Künstler ist anwesend.

Bis zum 3. November kann die Ausstellung zu den bekannten Öffnungszeiten besucht werden: Di-Frei 14-18, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr.